Sachverständiger Immobilienbewertung Wenzenbach: Aufgaben, Ablauf und rechtliche Grundlagen

Sachverständiger Immobilienbewertung Wenzenbach: Aufgaben, Ablauf und rechtliche Grundlagen

Wer in Wenzenbach vor der Frage steht, was ein Haus, eine Eigentumswohnung oder ein Grundstück tatsächlich wert ist, stößt schnell auf unterschiedliche Angebote: die kostenlose Online-Schätzung, die Einschätzung eines Maklers und das Gutachten eines Sachverständigen für Immobilienbewertung. Für den Verkauf reicht oft eine Orientierung. Sobald es jedoch um eine Erbschaft, eine Schenkung, eine Scheidung, eine Finanzierung oder eine Vorlage beim Finanzamt geht, wird ein nachvollziehbares, methodisch fundiertes Gutachten wichtig. Dieser Beitrag erklärt, was ein Sachverständiger für Immobilienbewertung konkret leistet, wie er sich von anderen Anbietern unterscheidet, welche rechtlichen Grundlagen seine Arbeit prägen und wie eine Beauftragung in Wenzenbach in der Praxis abläuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Sachverständiger für Immobilienbewertung ermittelt den Wert einer Immobilie nach anerkannten Verfahren und dokumentiert diesen nachvollziehbar in einem Gutachten.
  • Die Bezeichnung „Sachverständiger” ist nicht generell geschützt – eine Zertifizierung, etwa nach DIN EN ISO/IEC 17024, oder eine öffentliche Bestellung gibt Eigentümern eine belastbarere Orientierung.
  • Ein Gutachten kann bei Verkauf, Erbschaft, Schenkung, Scheidung, Finanzierung oder gegenüber dem Finanzamt als Nachweis dienen.
  • Rechtliche Grundlagen wie § 194 BauGB, § 198 BewG und § 7 Abs. 4 EStG regeln, wie ein Verkehrswert definiert wird und wofür ein Gutachten herangezogen werden kann.
  • Anerkannte Bewertungsverfahren sind das Vergleichswert-, das Ertragswert- und das Sachwertverfahren.
  • In Wenzenbach spielen Lage im Landkreis Regensburg, Objektart und individuelle Grundstücksmerkmale eine wichtige Rolle für die Bewertung.

Wer ist ein Sachverständiger für Immobilienbewertung?

Ein Sachverständiger für Immobilienbewertung ist eine Person, die Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen fachlich fundiert bewertet und diese Bewertung in einem Gutachten dokumentiert. Anders als eine kostenlose Online-Einschätzung stützt sich ein Gutachten auf anerkannte Wertermittlungsverfahren, eine Objektbesichtigung sowie eine nachvollziehbare Auswertung der Unterlagen. Ein solches Gutachten kann damit auch dort Bestand haben, wo eine reine Preisspanne nicht ausreicht – etwa gegenüber Behörden, Gerichten oder Banken.

Freier, zertifizierter und öffentlich bestellter Sachverständiger

In der Praxis begegnen Eigentümern unterschiedliche Qualifikationswege. Ein freier Sachverständiger arbeitet ohne besondere formale Bestellung – die Qualität seiner Arbeit hängt dann stark von individueller Erfahrung und Ausbildung ab. Ein zertifizierter Sachverständiger hat ein Prüfungsverfahren bei einer Zertifizierungsstelle durchlaufen, die wiederum von einer Akkreditierungsstelle wie der DAkkS akkreditiert sein kann. Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wird zusätzlich von einer Kammer oder einem Gericht bestellt, was mit eigenen Zulassungsvoraussetzungen verbunden ist. Für Eigentümer ist wichtig, diese Begriffe nicht zu verwechseln: Die Zertifizierungsstelle zertifiziert die Person, die Akkreditierungsstelle akkreditiert die Zertifizierungsstelle – die DAkkS selbst zertifiziert keine Personen direkt.

Warum die Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 ein Qualitätsmerkmal ist

Die DIN EN ISO/IEC 17024 ist eine internationale Norm für die Zertifizierung von Personen. Sie legt fest, welche Anforderungen eine Zertifizierungsstelle erfüllen muss, um Fachkompetenz, Unabhängigkeit und Neutralität eines Sachverständigen zu prüfen. Kenneth Kooter ist als Sachverständiger für Immobilienbewertung nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifiziert. Eine solche Zertifizierung ersetzt zwar keine gerichtliche oder behördliche Einzelfallprüfung, kann Eigentümern aber eine belastbarere Orientierung geben als eine unbelegte Selbstbezeichnung als „Gutachter” oder „Sachverständiger”.

Aufgaben eines Sachverständigen für Immobilienbewertung

Die Kernaufgabe eines Sachverständigen besteht darin, den Wert einer Immobilie methodisch nachvollziehbar zu ermitteln und in einem schriftlichen Gutachten darzustellen. Dazu gehört deutlich mehr als eine Preisspanne: Der Sachverständige prüft Unterlagen, nimmt das Objekt in Augenschein, wählt ein passendes Bewertungsverfahren und begründet seine Einschätzung so, dass sie auch für Dritte – etwa ein Finanzamt, eine Bank oder ein Gericht – nachvollziehbar bleibt.

Wertermittlung nach anerkannten Verfahren

Je nach Objektart und Bewertungsanlass kommt das Vergleichswert-, das Ertragswert- oder das Sachwertverfahren zum Einsatz. Welches Verfahren im Einzelfall passend ist, hängt unter anderem davon ab, ob eine Immobilie selbst genutzt oder vermietet wird, ob ausreichend Vergleichsdaten vorliegen und wofür das Gutachten benötigt wird.

Dokumentation und Nachvollziehbarkeit des Gutachtens

Ein belastbares Gutachten legt offen, welche Datengrundlage verwendet wurde, welche Annahmen getroffen wurden und wie sich der ermittelte Wert daraus ergibt. Diese Nachvollziehbarkeit unterscheidet ein Gutachten von einer unverbindlichen Marktwerteinschätzung und ist besonders dann relevant, wenn das Ergebnis gegenüber Dritten – etwa Miterben, dem Finanzamt oder einer Bank – Bestand haben soll.

Wann Eigentümer in Wenzenbach einen Sachverständigen beauftragen

Ein Sachverständiger für Immobilienbewertung wird nicht nur beim Verkauf relevant. In der Praxis ergeben sich unterschiedliche Anlässe, die jeweils eigene Anforderungen an das Gutachten stellen.

Verkauf und Kaufentscheidung

Vor einem Verkauf hilft ein Gutachten, einen realistischen Angebotspreis festzulegen, statt sich allein auf Portalpreise zu verlassen. Auch Käufer können ein Gutachten nutzen, um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen, etwa bei ungewöhnlichen Objekten oder unklarem Zustand.

Erbschaft und Erbengemeinschaft

Innerhalb einer Erbengemeinschaft kann ein neutrales Gutachten helfen, Streit über den Wert einer geerbten Immobilie zu vermeiden. Es liefert eine gemeinsame Grundlage, etwa für eine Auseinandersetzung oder einen internen Ausgleich zwischen Miterben.

Schenkung an Angehörige

Bei einer Schenkung ist der Immobilienwert unter anderem für die Berechnung der Schenkungsteuer relevant. Ein Gutachten kann hier als Nachweis dienen, wenn der vom Finanzamt angesetzte Wert aus Sicht des Eigentümers zu hoch erscheint.

Trennung und Scheidung

Bei einer Trennung oder Scheidung stellt sich häufig die Frage, wie eine gemeinsame Immobilie im Zugewinnausgleich oder bei einer Realteilung bewertet wird. Ein Gutachten kann als sachliche Grundlage dienen, die unabhängig von den emotional oft belasteten Verhandlungen zwischen den Partnern besteht.

Finanzierung und Beleihung

Banken benötigen für Finanzierungsentscheidungen häufig eine eigene Werteinschätzung, die sich vom sogenannten Beleihungswert unterscheiden kann. Ein Sachverständigengutachten kann zusätzliche Argumente liefern, etwa wenn Eigentümer einen höheren Wert als vom Kreditinstitut zunächst angesetzt begründen möchten.

Vorlage beim Finanzamt

Setzt das Finanzamt bei Erbschaft- oder Schenkungsteuer einen Wert an, der aus Sicht des Eigentümers zu hoch ausfällt, kann nach § 198 BewG ein Gutachten als Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts vorgelegt werden. Voraussetzung ist, dass es von einer entsprechend qualifizierten Person erstellt wurde.

Rechtliche Grundlagen der Immobilienbewertung

Die Arbeit eines Sachverständigen orientiert sich nicht an freier Einschätzung, sondern an gesetzlich verankerten Begriffen und Verfahren. Drei Vorschriften sind für Eigentümer besonders relevant.

§ 194 BauGB: gesetzliche Definition des Verkehrswerts

Nach § 194 BauGB wird der Verkehrswert durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Diese Definition bildet die rechtliche Grundlage jeder Verkehrswertermittlung in Deutschland.

§ 198 BewG: Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts

Nach § 198 Abs. 2 BewG kann regelmäßig auch das Gutachten einer Person als Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts dienen, die von einer staatlichen, staatlich anerkannten oder nach DIN EN ISO/IEC 17024 akkreditierten Stelle für die Grundstückswertermittlung bestellt oder zertifiziert worden ist. Diese Vorschrift ist besonders bei Erbschaft- und Schenkungsteuer relevant, wenn der vom Finanzamt typisiert ermittelte Wert aus Sicht des Eigentümers über dem tatsächlichen Wert liegt.

§ 7 Abs. 4 EStG: kürzere tatsächliche Nutzungsdauer und AfA

Für vermietete Immobilien erlaubt § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG unter bestimmten Voraussetzungen, eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer des Gebäudes anzusetzen, statt die gesetzlich typisierte Abschreibung zu nutzen. Ein Gutachten kann hierzu Anhaltspunkte liefern; die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den Anforderungen an ein solches Gutachten ist zu beachten. Eine konkrete Steuerersparnis lässt sich daraus nicht garantieren, da die steuerliche Würdigung im Einzelfall beim zuständigen Finanzamt liegt.

Bewertungsverfahren: Wie ein Sachverständiger den Wert ermittelt

Für die Wertermittlung stehen drei anerkannte Verfahren zur Verfügung, die je nach Objektart und Datenlage einzeln oder kombiniert angewendet werden.

Vergleichswertverfahren

Beim Vergleichswertverfahren wird der Wert einer Immobilie anhand tatsächlich erzielter Preise vergleichbarer Objekte abgeleitet. Es eignet sich besonders für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in Lagen mit ausreichender Vergleichsdatenbasis.

Ertragswertverfahren

Bei vermieteten oder gewerblich genutzten Objekten steht häufig der erzielbare Ertrag im Vordergrund. Das Ertragswertverfahren berücksichtigt Mieteinnahmen, Bewirtschaftungskosten und Liegenschaftszinssatz, um einen Wert abzuleiten, der die Ertragsperspektive der Immobilie widerspiegelt.

Sachwertverfahren

Wo keine ausreichenden Vergleichs- oder Ertragsdaten vorliegen, etwa bei individuell errichteten oder selbstgenutzten Objekten, kommt häufig das Sachwertverfahren zum Einsatz. Es orientiert sich am Bodenwert sowie an den Herstellungskosten des Gebäudes unter Berücksichtigung von Alter und Zustand.

Ablauf einer Immobilienbewertung mit einem Sachverständigen in Wenzenbach

Eine Bewertung folgt in der Regel einem strukturierten Ablauf, der Eigentümern Planungssicherheit gibt.

Erstkontakt und Anlassklärung

Am Anfang steht ein Gespräch, in dem der Bewertungsanlass geklärt wird – etwa Verkauf, Erbschaft, Schenkung, Scheidung oder Vorlage beim Finanzamt. Der Anlass beeinflusst, welche Angaben und welcher Detailgrad im Gutachten notwendig sind.

Unterlagen zusammenstellen

Für eine belastbare Bewertung werden unter anderem Grundbuchauszug, Lageplan, Wohn- und Nutzflächenberechnung, Baubeschreibung sowie – bei vermieteten Objekten – Mietverträge benötigt. Fehlen Unterlagen, lässt sich vieles nachträglich beschaffen, was jedoch Zeit kostet.

Ortstermin und Objektaufnahme

Beim Ortstermin wird die Immobilie in Augenschein genommen: Bauzustand, Ausstattung, Modernisierungen und besondere Merkmale werden erfasst. Dieser Termin ist Voraussetzung für ein belastbares Gutachten und lässt sich nicht durch reine Online-Angaben ersetzen.

Auswertung und Erstellung des Gutachtens

Im Anschluss werden Unterlagen und Ortstermin ausgewertet, das passende Verfahren angewendet und die Ergebnisse in einem schriftlichen Gutachten dokumentiert. Je nach Umfang kann dies von einer Kurzeinschätzung bis zu einem ausführlichen Vollgutachten reichen.

Wenzenbach: Tätigkeitsgebiet und Besonderheiten bei der Bewertung vor Ort

Wenzenbach liegt nordöstlich von Regensburg im Übergangsbereich zum Oberpfälzer Wald und gehört zum Landkreis Regensburg. Die Gemeinde ist Teil des erweiterten Einzugsgebiets der Stadt Regensburg, was sich auch auf die Immobiliennachfrage auswirken kann. In der näheren Umgebung liegt mit dem Steinernen Tisch ein bekanntes Ausflugsziel, das die Region über den reinen Wohnstandort hinaus attraktiv macht. Für die Bewertung ist wichtig: KTC Immobilien unterhält in Wenzenbach kein eigenes Büro, sondern ist im erweiterten Tätigkeitsgebiet rund um Regensburg tätig.

Lage im Landkreis Regensburg

Die Nähe zu Regensburg als Oberzentrum kann sich auf die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Wenzenbach auswirken. Gleichzeitig prägen ländlich geprägte Ortsteile und unterschiedliche Bebauungsstrukturen das Gemeindegebiet, sodass Objekte je nach Lage innerhalb der Gemeinde unterschiedlich zu bewerten sind.

Was Bodenrichtwerte aussagen – und was nicht

Bodenrichtwerte, wie sie vom zuständigen Gutachterausschuss ermittelt werden, bilden einen durchschnittlichen Lagewert für eine Bodenrichtwertzone ab. Sie sind ein Orientierungswert für den Grund und Boden, ersetzen jedoch keine Einzelfallbewertung: Der konkrete Wert eines bestimmten Grundstücks kann davon abweichen, etwa wegen Zuschnitt, Erschließung, Bebaubarkeit oder individuellen Eigenschaften des Objekts. Ohne belastbare aktuelle Daten für die konkrete Lage in Wenzenbach sollte auf die Nennung konkreter Bodenrichtwerte verzichtet werden – ein Sachverständiger prüft die tatsächlich maßgeblichen Werte im Einzelfall.

Sachverständiger, Gutachter und Makler: Begriffe richtig einordnen

Die Begriffe „Sachverständiger” und „Gutachter” für Immobilien sind nicht gesetzlich geschützt – theoretisch kann sich damit jeder bezeichnen. Erst eine Zertifizierung, etwa nach DIN EN ISO/IEC 17024, oder eine öffentliche Bestellung geben Eigentümern eine überprüfbare Grundlage für die fachliche Qualifikation. Ein Immobilienmakler wiederum verfolgt einen anderen Auftrag: Er vermittelt zwischen Verkäufer und Käufer und ist am Zustandekommen eines Geschäfts interessiert. Ein Sachverständiger für Immobilienbewertung ist demgegenüber unabhängig vom Verkaufsergebnis tätig – seine Aufgabe ist die neutrale, methodisch nachvollziehbare Wertermittlung, nicht der Verkauf selbst. Eine kostenlose Online-Bewertung kann für eine erste Orientierung hilfreich sein, ersetzt aber weder den Ortstermin noch die individuelle Prüfung der Unterlagen.

Was die Beauftragung eines Sachverständigen kostet

Pauschale Preise für ein Gutachten lassen sich seriös nicht nennen, da die Kosten von mehreren Faktoren abhängen: Objektart und -größe, Anzahl der zu bewertenden Einheiten, Bewertungsanlass, Umfang der vorhandenen Unterlagen sowie Aufwand für Ortstermin und Gutachtenumfang. Ein Kurzgutachten für eine erste Orientierung fällt in der Regel anders aus als ein ausführliches Vollgutachten für die Vorlage beim Finanzamt oder in einem gerichtlichen Verfahren. Die konkreten Kosten lassen sich nach einer kurzen Prüfung der Immobilie und des Bewertungsanlasses einschätzen.

Worauf Eigentümer bei der Auswahl eines Sachverständigen achten sollten

  • Liegt eine nachvollziehbare Qualifikation vor, etwa eine Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 oder eine öffentliche Bestellung?
  • Wird der Bewertungsanlass vor Beauftragung konkret geklärt, statt ein Standardgutachten „von der Stange” anzubieten?
  • Ist ein Ortstermin fester Bestandteil der Bewertung?
  • Wird transparent erklärt, welches Bewertungsverfahren angewendet wird und warum?
  • Werden Kosten und Umfang vorab besprochen, statt erst nach Fertigstellung des Gutachtens?
  • Wird auf realistische, abgesicherte Formulierungen geachtet statt auf Garantieversprechen zur Anerkennung durch Finanzamt, Bank oder Gericht?

Typische Fehler bei der Immobilienbewertung vermeiden

In der Praxis führen bestimmte Fehler immer wieder zu Problemen bei der Immobilienbewertung. Wer diese kennt, kann sie von vornherein vermeiden.

  • Sich ausschließlich auf eine kostenlose Online-Bewertung verlassen, ohne die individuellen Merkmale des Objekts zu berücksichtigen.
  • Unterlagen unvollständig oder verspätet bereitstellen, was den Ablauf verzögert.
  • Den Bewertungsanlass nicht klar benennen, obwohl er das benötigte Verfahren und den Gutachtenumfang beeinflusst.
  • Bei einer Erbengemeinschaft ohne neutrales Gutachten verhandeln, was Konflikte verschärfen kann.
  • Sich auf mündliche Werteinschätzungen ohne schriftliche Dokumentation verlassen, wenn das Ergebnis später gegenüber Dritten Bestand haben soll.
  • Ein Gutachten erwarten, das automatisch von jeder Stelle unbesehen übernommen wird – tatsächlich prüft jede Stelle im Einzelfall.

Häufige Fragen zur Immobilienbewertung durch einen Sachverständigen in Wenzenbach

Was macht ein Sachverständiger für Immobilienbewertung konkret?

Ein Sachverständiger für Immobilienbewertung ermittelt den Wert eines Grundstücks, Hauses oder einer Eigentumswohnung nach anerkannten Verfahren und dokumentiert dies in einem nachvollziehbaren Gutachten. Dazu gehören die Prüfung der Unterlagen, ein Ortstermin sowie die Auswahl und Anwendung eines passenden Bewertungsverfahrens.

Ist die Bezeichnung „Sachverständiger” für Immobilien gesetzlich geschützt?

Nein, die Bezeichnung ist grundsätzlich nicht generell geschützt. Eine belastbare Orientierung bieten stattdessen nachprüfbare Qualifikationsnachweise wie eine Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 oder eine öffentliche Bestellung und Vereidigung.

Wird ein Gutachten vom Finanzamt automatisch anerkannt?

Nein, eine automatische Anerkennung gibt es nicht. Nach § 198 BewG kann das Gutachten einer entsprechend qualifizierten Person regelmäßig als Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts dienen; das zuständige Finanzamt prüft das Gutachten dennoch im Einzelfall.

Was kostet ein Sachverständiger für Immobilienbewertung in Wenzenbach?

Die Kosten hängen von Objektart, Umfang der Unterlagen, Bewertungsanlass und Gutachtenumfang ab. Belastbare Preisangaben lassen sich erst nach einer kurzen Prüfung der konkreten Immobilie und des Anlasses machen.

Reicht ein Kurzgutachten für die Vorlage beim Finanzamt aus?

Das hängt vom Einzelfall ab. Für eine erste Orientierung kann ein Kurzgutachten ausreichen; für die Vorlage beim Finanzamt nach § 198 BewG wird häufig ein ausführlicheres, methodisch begründetes Gutachten benötigt.

Muss ich für ein Gutachten immer einen Ortstermin ermöglichen?

Ein Ortstermin ist für ein belastbares Gutachten in der Regel erforderlich, da er Bauzustand, Ausstattung und Besonderheiten des Objekts erfasst, die aus reinen Unterlagen nicht vollständig hervorgehen.

Kann ein Gutachten auch bei einer Trennung ohne Scheidung sinnvoll sein?

Ja, auch bei einer Trennung ohne formale Scheidung kann ein neutrales Gutachten helfen, eine sachliche Grundlage für die Bewertung einer gemeinsamen Immobilie zu schaffen, etwa bei einem internen Ausgleich zwischen den Partnern.

Was ist der Unterschied zwischen Verkehrswert und Beleihungswert?

Der Verkehrswert nach § 194 BauGB bildet den im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbaren Preis ab. Der Beleihungswert wird dagegen von Banken meist konservativer angesetzt und dient der Absicherung eines Kredits, weshalb beide Werte voneinander abweichen können.

Ist ein Sachverständiger für Immobilienbewertung auch für gewerblich genutzte Objekte in Wenzenbach zuständig?

Grundsätzlich ja, sofern der Sachverständige über entsprechende Erfahrung mit der jeweiligen Objektart verfügt. Bei gewerblichen Objekten kommt häufig das Ertragswertverfahren zum Einsatz.

Wie unterscheidet sich ein Restnutzungsdauergutachten von einem Verkehrswertgutachten?

Ein Verkehrswertgutachten ermittelt den Marktwert einer Immobilie insgesamt. Ein Restnutzungsdauergutachten befasst sich dagegen speziell mit der tatsächlichen Nutzungsdauer eines Gebäudes, etwa im Zusammenhang mit § 7 Abs. 4 EStG und einer davon abweichenden Abschreibung.

Wie lange dauert die Erstellung eines Gutachtens?

Die Dauer hängt vom Umfang des Gutachtens, der Vollständigkeit der Unterlagen und der Terminfindung für den Ortstermin ab. Ein Kurzgutachten lässt sich in der Regel schneller erstellen als ein ausführliches Vollgutachten.

Nächste Schritte für Eigentümer in Wenzenbach

Wer in Wenzenbach eine Immobilie bewerten lassen möchte, sollte zunächst den konkreten Anlass klären: Geht es um Verkauf, Erbschaft, Schenkung, Scheidung, Finanzierung oder um die Vorlage beim Finanzamt? Davon hängt ab, welches Verfahren und welcher Gutachtenumfang sinnvoll sind. Im nächsten Schritt lohnt sich ein Gespräch mit einem entsprechend qualifizierten Sachverständigen, um Unterlagen, Ablauf und voraussichtliche Kosten zu klären. Weitere Informationen zu KTC Immobilien und den angebotenen Leistungen finden Interessierte auf der Startseite von KTC Immobilien.

Über den Experten: Kenneth Kooter B.A.

Kenneth Kooter ist zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung und bei KTC Immobilien für professionelle Immobilienbewertungen tätig. Seine Tätigkeit umfasst unter anderem Verkehrswertgutachten sowie Bewertungen für unterschiedliche private, steuerliche und wirtschaftliche Bewertungsanlässe. Er ist als Sachverständiger für Immobilienbewertung nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifiziert. KTC Immobilien ist insbesondere in Regensburg, Deggendorf, Nürnberg und weiteren Regionen Bayerns tätig.

Kenneth Kooter

Ihr DIN EN ISO/IEC 17024 (DAkkS) zertifiziertes Sachverständigenbüro

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